Nach der erfolgten positiven Stadtratsentscheidung am Mittwoch konnte man froh sein, dass das Freitagsspiel in Fürth überhaupt noch eine sportliche Relevanz aufzuweisen hatte. So ließ ich es mir natürlich als Einwohner Nürnbergs nicht nehmen, ins benachbarte Fürth zu fahren, um mal wieder meine Alemannia zu gucken. Und weil es vor knapp zweieinhalb Jahren so gut geklappt hatte (2-0 für uns damals), konnte ich auch noch meinen damaligen Glücksbringer Philipp davon überzeugen, neben meinem Arbeitskollegen und Fürth-Fan Christoph mit zum Spiel zu kommen. Und auch an eine weitere Parallele hatten wir uns gehalten, um das Unmögliche möglich zu machen...
Karnevalssonntag, aufstehen und ab zum Vorglühen ins BIT am Hansemann, wo Freund Adrian mich bei „kölschen Fastelovvendshits" bereits erwartete. Anschließend ging es mit einem Long „Dong" Wajong, blutenden Herzens an der ekelhaftesten Baustelle Deutschland's vorbei, zum „Postkasten". Nochmal schnell zum Fantreff (ein bisschen Politik machen), dann rauf in den „Klömbchensklub". Schnell die „alte" Frau Press nochmal nachträglich zu Ihrem am Freitag begangenen Jubiläum geherzt dann zu den üblichen „Gestalten".
Nach wochenlangen und wohl noch weiter anhaltenden Diskussionen über ein „ganz plötzlich aus heiterem Himmel" aufgetauchtes Thema stand bei der Alemannia endlich das erste Pflichtspiel im Jahr 2012 an. Ausgerechnet der FC St. Pauli musste unser erster Gegner sein. Dies bedeute natürlich noch mehr Zündstoff in die Diskussion über RECHTS und LINKS in der TIVOLI-Fälschung. Als Folge der Ausschreitungen beim Heimspiel gegen Aue im Dezember und einer angekündigten Demo in der Innenstadt gegen Nazis stand man natürlich unter besonderer Beobachtung der Polizei. Nicht zu vergessen, das vor dem Spiel auch noch anonyme Bombendrohungen gegen den Gästeblock (von wem auch immer) eingegangen waren.